Confitures de France, die Entscheidung für französisches Obst als Verpflichtung

von | Kunst der Marmelade

25

April 2018

Die Verbraucher wenden sich mehr und mehr einheimischen Produkten zu und kaufen mit dem Ziel der Beschäftigungssicherung in Frankreich. Für die Zubereitung seiner Confitures de France verwendet das Unternehmen Andrésy Confitures trotz der oft schwierigen Produktionsbedingungen überwiegend lokale Früchte. Was verbirgt sich hinter einer solchen Entscheidung?

Aprikose aus dem Roussillon, schwarze Johannisbeere aus der Region Ile de France, Quitte aus der Provence, Erdbeere aus der Dordogne, Weinpfirsich aus dem Rhône-Tal, Zwetschge aus Lothringen, Rhabarber aus dem Pas-de-Calais, Orange und Clementine aus Korsika, Feige aus der Provence… Alle französischen Regionen erzeugen hochwertige Früchte. Seine Beschaffung ist jedoch nahezu unmöglich, da dabei zahlreiche Hürden gemeistert werden müssen.

Die gebietsspezifischen natürlichen und wirtschaftlichen Bedingungen akzeptieren

Das Unternehmen Andrésy Confitures ist Jahr für Jahr auf der Suche nach französischen Früchten für seine Rezepte, was sich immer wieder als Abenteuer erweist. Menge und Qualität der Produktion hängen in erster Linie von natürlichen Faktoren wie dem Wetter oder den Insekten ab. So sind 2017 Kirschen eine Seltenheit und Blaubeeren nicht zu finden. In diesem Jahr wird es folglich keine Konfitüren aus französischen Blaubeeren geben.

Auch wirtschaftliche Faktoren spielen eine Rolle. Zu nennen wären die hohen Arbeitskosten, die Verringerung der Anbauflächen aufgrund der schwierigen Zugänglichkeit der Obstgärten im Gebirge, die teilweise erschwerenden Rechtsvorschriften, die Aufgabe von Betrieben, die Grundstücksverkäufe an Bauträger. Bestimmte Sorten wie Himbeeren aus der Champagne oder Schwarzkirschen aus dem Baskenland verschwinden daher allmählich.

Und Andrésy Confitures muss weitere Klippen überwinden, wie die schlechte Ausstattung der Mango-Produzenten in den französischen Überseegebieten und –territorien, die der Verarbeitung und dem Transport der Früchte hinderlich ist.

Es ist verständlich, dass die Preise von französischem Obst aufgrund der begrenzten Obstanbaufläche, der Knappheit der Produkte und der hohen Arbeitskosten die europäischen Obstpreise um das Zwei- bis Dreifache übersteigen.

Trotz dieser Einschränkungen kauft Andrésy mehr als 80% seiner Früchte in Frankreich ein.

Einige Marken engagieren sich für Obst aus französischem Anbau

Einige Feinkostläden, Luxusmarken oder auf Kundennähe setzende Marken setzen sich für den Schutz einheimischer Produkte und lokaler Produzenten ein. Sie vermarkten Les Confitures de France, die einzig mit Obst aus französischem Anbau hergestellt werden, und lehnen Rezepte mit exotischen oder im Ausland angebauten Früchten wie Ananas, Zitronen aus Sizilien, Italien oder Spanien, Feigen aus Marokko oder Blaubeeren aus Kanada oder Island kurzerhand ab.

Andrésy Confitures unterstützt sie in dieser Entscheidung, selbst wenn sie dabei in Jahren, in denen es bestimmte Früchte nicht gibt, auf eine Sorte verzichten müssen.

Confitures de France mit den besten Früchten von hier und anderswo

Seit mehr als sechzig Jahren unterstützt Andrésy Confitures sowohl die französische Herkunft als auch das „Made in France” und damit eine Gastronomiekultur und -kunst, die weltweit große Anerkennung finden.

Der Konfitüremacher arbeitet eng mit französischen Produzenten seines Vertrauens zusammen und bietet ihnen seine Hilfe an, insbesondere durch die Finanzierung bestimmter Pflanzen. Damit engagiert sich das Unternehmen ganz konkret für die Wahrung des Kulturerbes, den Schutz der Beschäftigung und der biologischen Vielfalt.

Es ergänzt seine Angebotspalette durch Früchte aus anderen Ländern, wenn die im Land verfügbare Menge nicht ausreicht oder die Geschmacksqualität zu wünschen übrig lässt. Diese Öffnung nach außen ermöglicht es dem Unternehmen, auch Rezepte auf Grundlage von Früchten zu kreieren, die in unseren Regionen nicht gedeihen, und kundenspezifische Konfitüren im Angebot zu haben, sofern diese Früchte den hohen Qualitätsstandards gerecht werden.

Seine Kundschaft, die sich aus angesehenen Küchenchefs, Luxushotels und Luxusboutiquen zusammensetzt, kann somit auf eine originelle Konfitüreauswahl zurückgreifen, die die ganze Liebe des Unternehmens zu Früchten und sein Know-how verkörpert.

Die neuen Trends beim französischen Frühstück

Nach Angaben des Syndicat du Chocolat Schokoladengewerkschaft belegte Frankreich 2016 unter den europäischen Schokoladenkonsumenten den 7. Platz. Die Franzosen verzehren jährlich 381 900 Tonnen in allen Formen, darunter 12% Schokopulver, das auch heute noch für 85%, vor allem für junge Menschen unter zwanzig Jahren, zum Frühstücksritual gehört.

Aber die Lebensgewohnheiten und das Konsumverhalten ändern sich sowohl in der Arbeitswelt als auch in der Freizeit. Andrésy Confitures beobachtet diese Tendenzen und sucht nach neuen Entwicklungsmöglichkeiten.

Sabine Cassey, Expertin des Geschäftsbereichs Hotelgewerbe in Frankreich und Außer-Haus-Angebote, erklärt: „Unsere Gastronomie-Kollektion hat mittlerweile einen festen Platz in Luxusrestaurants, die zunehmend Frühstück und Feinschmecker-Imbisse anbieten. Außerdem finden Sie bei uns Angebote für außergewöhnliche Ferienunterkünfte wie Wohnwagen, Baumhütten oder auch Jurten, die bei einer privaten Kundschaft auf der Suche nach neuen Gefühlseindrücken sehr beliebt sind“.

„ Französische Herkunft und Made in France ergeben vortreffliche Konfitüren. 

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